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Grippe = Influenza

Beginn der Grippewelle in Österreich:
Laut virologischem Institut der MedUni Wien hat die Grippewelle in Österreich in der ersten Kalenderwoche 2018 begonnen.

Dauer der Grippewelle:
 
8 - 10 Wochen, 5 - 20% der Bevölkerung werden infiziert.

Erreger:
 
Influenzaviren (Orthomyxoviren) A,B und C .
A tritt am häufigsten auf,
B in 2 - 3 jährigen Intervallen,
C ist relativ unbedeutend.

Übertragung:

Tröpfchen- und Schmierinfektion. Daher wichtigste Vorbeugung: HÄNDE WASCHEN

Symptome:

Gliederschmerzen, Fieber, Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, weiters kann es auch zu Bindehautentzündungen, Übelkeit und Erbrechen kommen.

Mögliche Komplikationen:

Fieberkrämpfe, Lungenentzündung, Herzmuskelentzündung, Mittelohrentzündung (häufig bei Kindern) etc.

Ansteckungsfähigkeit:

Die Ausscheidungsdauer vermehrungsfähiger Viren beträgt 4-5 Tage, bei Kindern und Personen mit Grunderkrankungen bis zu 7 Tagen.

Diagnose:

Durch den Arzt rein klinisch gut zu diagnostizieren, serologische Tests (durch Blutabnahme) wären verlässlich, dauern aber zu lange und sind daher nicht praxisrelevant. Schnelltests aus dem Nasensekret sind nicht sehr verlässlich.

Therapie:

Maßnahmen zur Linderung der Symptome: Bettruhe, reichlich Flüssigkeit (auch Suppen zB Hühnersuppe), Fiebersenkung (Paracetamol, Metamizol..) je nach Alter und zusätzlichen Erkrankungen... Hier ist der Hausarzt gefragt, der die Risikofaktoren und den Gesundheitszustand der Patienten kennt und therapeutische Maßnahmen individuell anpassen kann.

Es stehen außerdem zwei Medikamente zur Verfügung, die möglichst früh (bei Erwachsenen innerhalb von 48 Stunden, bei Kindern bis zu 36 Stunden) eingesetzt werden können: Oseltamivir (Tamiflu°) und Zanamivir (Relenza°).

Geeignet für Kleinkinder und Personen, die Risikofaktoren für einen schweren Verlauf aufweisen zB chronisch Kranke. Diese Medikamente verhindern die Freisetzung neugebildeter Viren und verkürzen die Erkrankungsdauer (Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit und Erbrechen). In Österreich werden die Kosten nach Bekanntgabe der Grippewelle und Sicherung der Diagnose durch den Arzt von den Krankenkassen übernommen.

Eine Impfung gegen Grippe macht auch nach Ausbruch der Grippewelle noch Sinn, denn der Impfschutz beginnt bereits nach 10 Tagen.

ACHTUNG
Eine Grippe (Influenza) ist von grippalen Infektionen zu unterscheiden!
Grippale Infektionen werden durch zahlreiche Viren (Rhinoviren, RSV Viren, Parainfluenzaviren ...) ausgelöst, verlaufen viel milder und können weder durch Impfung verhindert, noch durch Grippemittel therapiert werden.